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  5. Die Glastechniken

DIE GLASTECHNIKEN

    DIE BALLOTON-TECHNIK

    Für diese Technik stützt sich der Meister auf die Verwendung einer Metallform, mit kleinen Pyramidenspitzen von quadratischer Grundfläche an der gesamten Innenfläche ihres Umfangs.
    Beim Blasen füllt das Glas das Vakuum vollständig aus und gibt eine besondere optische Wirkung des gekreuzten Reliefs wieder.

    ALLE WERKE ANSEHEN

    DIE BATTUTO-TECHNIK (GEHÄMMERTES GLAS)

    Bei dieser Technik von kalter Bearbeitung werden das Können und die Feinheit des Glasmachermeisters auf die Probe gestellt. Das Gehämmerte Glas (Battuto) zeichnet sich durch eine mit dem Schleifstein von Hand “geformte” Oberfläche aus mit unzähligen kleinen scheinbar unregelmäßigen Zeichen.

    DIE CANNE-TECHNIK (GLASSTÄBE)

    Sie können einfarbig sein oder für unendliche Varianten mit Glaspasten verschiedener Farben transparent oder opak geformt werden.

    Die Konstante liegt in der Form: Das Glaselement ist gezogen und kreisrund.

    Die Glasstäbe werden gewöhnlich zusammengelegt, um geschmolzen und geblasen zu werden. Das Ergebnis ist aufgrund seiner Gesamtwirkung und der schwierigen Ausführung ein Gegenstand von zusätzlicher Kostbarkeit.

    DECORI

    Der Glasmeister trägt heiße Applikationen auf die Oberfläche des Objekts, um es einzigartig und wertvoll zu machen. Das Dekor wird während der Entwurfsphase des Werks ausgewählt und kann von einer Personalisierung der Glaskante bis zur Einbeziehung von kostbaren Feingoldblättern in die Transparenz des Glases reichen.

    DIE FASCE-TECHNIK (STREIFEN)

    Auf einem allgemein transparenten Zentralkörper zeichnet der Meister ein Muster aus farbigen Fäden, die technisch Streifen (Fasce) bezeichnet werden.

    Nachdem er sie sorgfältig verschmelzt hat, bedeckt er alles mit einer sehr dünnen Kristallschicht und erhält so ein unregelmäßiges, eindrucksvolles chromatisches Muster.

    DIE INCALMO-TECHNIK

    Sie gehört zu den komplexesten Verarbeitungstechniken: Bei der Incalmo-Technik werden zwei heiß geblasene Formen am Umfang vereint, um im selben Objekt das suggestive Zusammentreffen verschiedener Bereiche meist unterschiedlicher Farben zu erhalten.

    DIE INCISO-TECHNIK (GRAVUR)

    Diese komplexe künstlerische Technik wird mit einem Schleifstein aus hartem Stein ausgeführt. Die kalte Oberfläche des fast fertigen Objekts wird graviert, wobei absolut präzise der Zeichnung des Künstlers gefolgt wird.

    Für einige Augenblicke stockt der Atem, so sehr ist die Konzentration des Glasmachermeisters, denn der kleinste Fehler kann die ganze Arbeit umsonst machen.

    DIE MANO VOLANTE-TECHNIK (MIT FLIEGENDER HAND)

    Der Ausdruck mit fliegender Hand (Mano volante) bezeichnet die agile und fachkundige Bewegung der Hand des Glasmachermeisters bei der Heißbearbeitung von feinem Glas.

    DIE MISTA-TECHNIK

    Sie bezeichnet die Vereinigung mehrerer Techniken, die der Meister verwendet, um Objekte aus kostbarem Glas mit besonderer Eigenart herzustellen: Die ausgewogene Mischung mehrerer Verfahren verleiht dem Werk einen starken Charakter und bereichert es in seiner Identität.

    DIE MURRINE-TECHNIK (MURRINA-GLAS)

    Eine der ältesten Dekor-Techniken, die bereits den Römern bekannt war und zu Beginn des achten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts in Murano wiedergewonnen wurde. Sie besteht aus der Vereinigung von Glasstäben (Canne) verschiedener Farben in einem vorgegebenen Design. Anschließend wird das Ganze zu einem einzigen Glasstab erhitzt, der präzise in kleine Scheiben geschnitten wird. Nach einer bestimmten Reihenfolge werden sie erhitzt, bearbeitet und geblasen, bis die endgültige Form des Objekts erreicht ist.

    DIE PIGNA-TECHNIK

    Bei dieser Technik geht der Glasmeister von einer Metallform mit einer suggestiven Form aus, mit kleinen pyramidenförmigen Spitzen mit einer quadratischen Grundfläche an der gesamten Innenfläche. Beim Blasen prägt das Metall dem Glas den Effekt eines gekreuzten Reliefs ein.

    DIE PULEGOSO-TECHNIK

    Eine der erfolgreichsten Kreationen von Napoleone Martinuzzi.

    Bei dieser Technik wird eine schäumende Paste reich an unregelmäßigen Luftblasen erhalten, die durch das Vereinen der geschmolzenen Paste mit einer Substanz entstehen, die diese Reaktion verursacht.

    Manchmal wird das mit dieser Technik hergestellte Glas durch das Auftragen von Blattgold bereichert. Das Pulegoso-Glas ist bei der Beleuchtung seltener, auch wenn es aufgrund der Lichtwirkung bemerkenswerte chromatische Effekte erzielt.

    DIE RIGADIN-TECHNIK

    Bei diesem Dekor wird eine Glaskugel in eine Form, gewöhnlich aus Bronze, mit Rillen von dreieckigem Querschnitt eingeblasen. Das Glas im Inneren der Form wird gerippt und, wenn es zusätzlich gedreht wird, erhält man das gedrehte Rigadin (Rigadin Ritorto).

    DIE SOFFIATO-TECHNIK (GEBLASENES GLAS)

    Die Technik wird so bezeichnet, weil die Handwerker das Glas dehnen und formen, indem sie Luft in einen langen Metallstab blasen, der mit dem Glas verbunden ist, wie es die jahrtausendealte Tradition der Glaskunst erfordert.

    Dieses uralte Verfahren, verbunden mit der Erfahrung und dem Können der Glasmachermeister, verwandelt einfaches Glas in wahre künstlerische, in ihrer Art einzigartige Meisterwerke.

    DIE SOMMERSO-TECHNIK

    Bei dieser dekorativen Technik werden ausgehend von einem geblasenen oder massiven Glas mehrere überlagernde Schichten unterschiedlicher Farben mit suggestiver koloristischer Wirkung erhalten. Das an einem Stab befestigte Glas wird in Tiegel eingetaucht, die Glas verschiedener Farben enthalten. Um die dekorative Wirkung zwischen den Glasschichten zu erhöhen, fügt der Glasmachermeister Einschließungen aus Blattgold, anderen Metallen oder Luftblasen ein.