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DIE GESCHICHTE

    Seit über einem Jahrhundert treffen sich die besten Glasmachermeister und Künstler bei der von Paolo Venini gegründeten Fornace (Glasofen), um eine Geschichte der Exzellenz und Innovation hervorzubringen, die in Italien beginnt und in die ganze Welt reicht.

    1921 – 1930

    2. Oktober 1921

    Der Mailänder Anwalt Paolo Venini und der venezianische Antiquar Giacomo Cappellin gründen die „Vetri Soffiati Cappellin Venini & C.“, ein ehrgeiziges Projekt, an die sich der venezianische Künstler Vittorio Zecchin sofort als künstlerischer Leiter beteiligt.

    Die Vereinigung dieser drei Persönlichkeiten legt den Grundstein für die stilistische Identität, die die Firma bis heute auszeichnet: Veränderung traditioneller Muster, Offenheit für die künstlerische Avantgarde und Beherrschung der Arbeitstechniken dank des Beitrags der besten Glasmachermeister der Insel.

    Im selben Jahr kreiert Zecchin die berühmte Veronese-Vase, die zum Symbol des Unternehmens wird.

    1922

    Es werden Geschäfte in Venedig, am Piazzetta Leoncini und in Paris eröffnet.

    Die erste von Vittorio Zecchin entworfene Serie wird auf dem Salon d’Automne und der 13. Biennale in Venedig mit einem Kronleuchter im Vestibül des zentralen Pavillons präsentiert. Die Sammlung wird auch auf der Mailänder Messe ausgestellt.

    1923

    VENINI erhält die Große Goldmedaille “Die Internationale Ausstellung für dekorative Kunst” von Monza, der zukünftigen Triennale in Mailand. Die Formen und Farben des bei dieser Gelegenheit ausgestellten Glases markieren einen Bruch und eine Revolution für die Welt des Glases. Eröffnung des Geschäfts in der Via Montenapoleone in Mailand.

     

    1924

    VENINI gewinnt den vom Außenministerium ausgeschriebenen nationalen Wettbewerb für die Lieferung von „Kristallglaswaren“ für alle italienischen Botschaften im Ausland. Die Service, Ambasciata (Botschaften) genannt, werden auch heute noch für die italienischen Niederlassungen im Ausland produziert.

    1925

    Auf der Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes in Paris werden in der Eingangshalle des italienischen Pavillons die Alberelli (Bäume) aus Glas mit von Zecchin entworfenen Locken und Früchten aufgestellt. Im selben Jahr erhält er den Grand Prix mit einem Kronleuchter mit dreißig Lichtern und geschwungenen Dekorationen, dies sind die ersten ausgestellten Leuchten.

    Die Partnerschaft mit Cappellin endet und neben den zahlreichen Ausstellungen und der Teilnahme an den Biennalen gründete Paolo Venini die „Vetri Soffiati Muranesi Venini & C.“ mit Napoleone Martinuzzi, seit 1922 Direktor des Glasmuseums in Murano.

    In Rom nimmt VENINI an der 3. Biennale D’Arte teil.

    1926

    Auf der 15. Biennale d‘Arte in Venedig präsentiert VENINI einen großen Glasbrunnen und einen großen Kronleuchter von Napoleone Martinuzzi, von dem Gabriele D’Annunzio sagen würde: “mehr als Glas, prächtig ist das Design …. die Schönheit Ihrer Vasen ist so leicht, dass der Geist wahrhaftig zu atmen scheint”.

    Dank seiner langjährigen Freundschaft mit dem Dichter kreiert Martinuzzi für das Vittoriale degli Italiani bunte Früchte, Canestri (Körbe) auf Leuchtsäulen und Kronleuchter.

    Es wird das Geschäft in der Via Condotti in Rom eröffnet.

    1927

    Auf der dritten Biennale delle Arti Decorative in Monza werden die Werke der Mailänder Gruppe „Il Labirinto” präsentiert, bestehend aus Tommaso Buzzi, Pietro Chiesa, Emilio Lancia, Michele Marelli, Gio Ponti, Paolo Venini und der Gräfin Carla Visconti di Mondrona. Ziel ist es, die Verbreitung der modernen dekorativen Kunst zu fördern. Im selben Jahr präsentiert Paolo Venini eine Einzelausstellung im Museé des Arts Décoratifs in Genf.

    1928

    Martinuzzi stellt eine außergewöhnliche Neuheit in der Welt der Fornace (Glasofen) vor: das „Pulegoso“-Glas, das sich durch den Einschluss von Tausenden von Luftblasen auszeichnet.
    Zu dieser Innovation kommen monumentale, nie aus Glas gefertigte Werke hinzu, wie der große Brunnen für die Quadriennale in Rom und die berühmte Statue von Josephine Baker für das Hotel Excelsior im Lido in di Venezia.

    1929

    Es erscheinen die ersten witzigen Glastiere von Napoleone Martinuzzi und erhalten den Grand Prix beim Esposicion Internacional de Arte Moderno in Barcelona.

    Begleitet werden sie in vollem Bezug zur Natur von der Verfeinerung des Glases in der Form von Sukkulenten und den Kunstwerken, die als Acquari di vetro (Glasaquarien) bezeichnet werden.

    1931 – 1940

    1931

    Ausstellung von Riesen-Kakteen und Glasbrunnen auf der 1. Quadriennale in Rom. Das VENINI-Glas kommt zur Ausstellung für dekorative Kunst nach Amsterdam.

    Ein großer blühender Baum aus polychromem Glas erscheint in der Ausstellung „Fiore d’Arte“ im Palazzo Vecchio in Florenz, der heute in der Biblioteca Ambrosiana in Mailand ausgestellt ist.

    Das Postgebäude in Bergamo wird von VENINI mit dem Architekten Angiolo Mazzoni beleuchtet. Hinzu kommen die Postämter von Teramo, Palermo, Pola, Forlì, Savona, Gorizia und Ferrara. Auf den Bahnhöfen von Reggio Emilia, Ferrara, Siena und Trient befinden sich noch immer große Werke.

    1932

    Die Zusammenarbeit mit Martinuzzi endet und es beginnt die Partnerschaft mit Tommaso Buzzi und Carlo Scarpa.

    Während Buzzi opakes Glas in den komplexen Farben Alba (Morgenröte), Alga (Algengrün), Laguna (Lagunenblau) und Tramonto (Abendrot) realisiert, beginnt das Wachstum der VENINI-Beleuchtung mit dem Projekt des Mailänder Börsengebäudes, dem Torre della Rivoluzione (Revolutionsturm) von Brescia mit dem Arch. Marcello Piacentini; die Banca Popolare di Milano, der Palazzo del Ministero della Corporazione und die Motonave Conte di Savoia von Genova mit dem Arch. Pulitzer.

    Im selben Jahr präsentiert VENINI La Mano di Atlante, hergestellt mit der Mosaik-Technik, ein Werk von Tomaso Buzzi, das noch heute im VENINI-Museum aufbewahrt wird, sowie andere seltene und wertvolle Werke.

    Außerdem entwirft er die Beleuchtung des Mailänder Börsengebäudes.

    1933

    Venini präsentiert auf der 5. Veranstaltung der Triennale in Mailand und auf der Ausstellung „Vetro Italiano e Porcellana Tedesca“ (Italienisches Glas und deutsches Porzellan) im Landesgewerbe Museum in Stuttgart Vasen mit Blattreliefs, Vasen in Form von Glastieren aus Milchglas (Lattimo) und Silber, aus Fadenglas (Reticello), transparente Vasen und andere in Verbundfarben mit Blattgold, in den Farben Alba, Alga, Laguna und Tramonto. Das sind die Protagonisten, die Buzzi für die 5. Veranstaltung der Triennale in Mailand und die Ausstellung „Vetro Italiano e Porcellana Tedesca“ (Italienisches Glas und deutsches Porzellan) im Landesgewerbe Museum in Stuttgart realisiert.

    1934

    Carlo Scarpa kommt zu VENINI und kreiert die ersten Sommerso-Vasen.

    Auf der 19. Biennale d’Arte in Venedig werden Diamante von Paolo Venini und das Glas von Carlo Scarpa präsentiert. Es folgen die Mostra della Nuova Torino, die Gartenausstellung in Florenz und die Exposition Internationale des Arts Décoratifs in Paris. VENINI’s Kunst signiert auch das Croff-Geschäft in Mailand, die American Bar in Venedig und den Königspalast in Bozen.

    1935

    Der Brunnen der Architekten Montuori und Aschieri wird zum Protagonisten der Quadrenniale in Rom und erhält den Grand Prix auf der Exposition Internationale Artisanne in Brüssel.

    1936

    Die großartige Zusammenarbeit mit Carlo Scarpa wird fortgesetzt, der die Serien Murrine Opache Romane und Corrosi entwirft.

    VENINI kommt zur 20. Biennale D’Arte in Venedig und zur 6. Triennale in Mailand, wo er mit neuem Glas den Grand Prix erhält: Diamante. Hier trifft Paolo Venini die Keramikerin Tyra Lundgren und lädt sie nach Murano ein. Mit dem Arch. Pulitzer entwirft er den Palazzo del Conte di Savoia.

    1937

    VENINI erhält das Ehrendiplom auf der Exposition Internationale des Arts Décoratifs in Paris. In Berlin wird das Venini-Glas auf der Ausstellung für zeitgenössische Kunst des 19. Jahrhunderts präsentiert.

    1938

    Erste Ausstellung von VENINI in Skandinavien, bei Nordiska Kompaniet in Stockholm.

    Paolo Venini stellt das neue, schwere Glas von Scarpa aus, das mit dem Schleifstein bearbeitet ist und figurative, abstrakte Gravuren aufweist; der Graveur ist der Glasmeister Piano. In Helsinki nimmt Paolo Venini an der ersten Ausstellung im Artek teil, die von Alvar Aaltos ersten Frau Aino kuratiert wird.

    1939

    Es erscheinen zum ersten Mal die Glasvasen in der Tessuto-Technik von Carlo Scarpa. Paolo Venini nimmt an der Quadriennale in Rom teil und ist mit einer Einzelausstellung in der Nordiska Kompaniet in Stockholm vertreten.

    1940

    In der Fertigung erleben wir einen großen Wendepunkt: Carlo Scarpa und Paolo Venini präsentieren auf der Biennale in Venedig und der Triennale in Mailand die neuen Techniken Battuto, Tessuto, Granulari und des neuen Murrina-Glases. Auf der 7. Triennale in Mailand werden die Kollektionen von Carlo Scarpa und Tyra Lundgren ausgestellt, wo sie den Grand Prix erhalten, wie auch im Grassi-Museum in Leipzig.

    1941 – 1950

    1941

    Der Krieg verringert die Aktivität der Fornace (Glasofen), löscht sie aber nicht aus. Es werden weiterhin Ausstellungen und Realisierungen von Beleuchtungsprojekten wie die des Hotels Excelsior und der Banca d’Italia in Rom durchgeführt.

    1943

    Während der Kriegszeit kombiniert Paolo Venini seine künstlerische Produktion mit der Serienproduktion von Lampen und Flaschen. Das Unternehmen VENINI gewinnt den bei den Murano-Öfen ausgeschriebenen Wettbewerb für die Kreation eines Centrotavola (Tischdekoration) für die Universität Padua: Die verschiedenen Fakultäten werden von Carlo Scarpa durch Glastiere repräsentiert.

    1946

    Es beginnt die Zusammenarbeit mit Gio Ponti. Zwischen 1946 und 1950 entwirft Gio Ponti auch die Crinoline und Morandiane-Flaschen.

    In Mailand wird das Grand Hotel de Milan realisiert.

    1948

    Fulvio Bianconi entwirft die Masken der Commedia dell’Arte, die Reihe der Musici und der Grotteschi. Erstmals werden große Obelisken und massive Glassäulen, mit einem Schleifstein bearbeitet, hergestellt.

    Bei der 24. Biennale d’Arte in Venedig (Kunstbiennale) präsentiert VENINI auch die Fenici und die Serpi von Tyra Lundgren.

    1949

    Fulvio Bianconi und Paolo Venini entwerfen verschiedene Zanfirico-Vasen.

    Es entsteht das bekannte Fazzoletto, das Glasbild eines vom Wind zerzausten Rockes. Der Entwurf stammt vom Künstler Fulvio Bianconi.

    1950

    In Mailand präsentiert Venini in der Galleria del Naviglio Bianconis Gläser: Pezzati.

    1951 – 1960

    1951

    Der Ruhm von VENINI wächst weiter, sodass immer mehr avantgardistische Designer und Architekten zu neuen Kooperationen kommen: Eugene Barman, Ken Scott, Banfi, Belgiojoso, Peressuti, Licata, Fornasetti, Tissot und Rogers. Gleichzeitig wird die Anfertigung von großen Beleuchtungsanlagen in vielen Städten Italiens und im Ausland fortgesetzt.

    Frank Llyod Wright besucht VENINI in Begleitung von Carlo Scarpa, Mario de Luigi und Oscar Stornov.

     

    1952

    Historische Ausstellung auf der 26. Biennale in Venedig:

    VENINI präsentiert einen Rückblick auf seine jüngste Produktion und die neue Zanfirici-Dreierkombination.

    Die Präsenzen mehren sich; in München im Museum Die Neue Sammlung, in New York bei Georg Jensen zusammen mit Orrefors, in Stockholm bei der Nordiska Kompaniet und in Toronto im Eaton Centre. Einzelausstellung im Museé des Arts Decoratifs in Paris.

    1953

    Der Maler Riccardo Licata kommt zur Fornace (Glasofen) und entwirft neue Murrina-Glasstäbe für Vasen, Tassen und Teller.

    VENINI ist in London in zahlreichen Einzelausstellungen am Liberty, im Illums Bolighus in Kopenhagen, im Palais des Beaux Arts in Brüssel und im Artek in Helsinki vertreten.

    1954

    Franco Albini entwirft eine Reihe von Leuchten mit linearen Formen und Milchglas.

    Es beginnt die Zusammenarbeit mit Massimo Vignelli und der Leuchtenserie 4000, die auf der Triennale in Mailand den Compasso d’oro erhält. Piero Fornasetti und seine Kreativität kommen nach Venini.

    Neue große Beleuchtungsarbeiten für das Hotel Continental in Rom; die Olivetti Corporation of America nach dem Entwurf des Studios B.B.P.R., das Fulda-Theater in Deutschland nach Ludovico Diaz de Santillana und die Abdeckung des Innenhofs des Palazzo Grassi in Venedig mit Ballotton-Kugeln, Velario.

    1955

    Incisi, zusammengesetztes und geschliffenes Glas von Paolo Venini.

    Dank der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Designer Lyn Tissot entstehen Obelisken und Objekte aus farblosem Glas mit Zanfirico-Spiralen, die im Bonniers in New York ausgestellt werden.

    1956

    Massimo Vignelli erhält den Compasso d’Oro auf der 28. Biennale d’Arte in Venedig (Kunstbiennale) für seine Funghi, Streifenleuchte aus Tessuto-Glas. Am gleichen Ort sind die Incisi von Paolo Venini und die Morandiane-Flaschen von Gio Ponti mit zweifarbigen Glasstäben ausgestellt.

    1957

    Für den Architekten Oscar Stonorov werden große polychrome Fenster zur Vervollständigung der Büros des UAW-Building (United Automobile Workers) in Detroit angefertigt.

    Der Charme der Fornace (Glasofen) erobert zum zweiten Mal Frank Lloyd Wright.

    Bei der 11. Triennale in Mailand gibt es eine neue Goldmedaille mit einer Wanderausstellung, die Jensen in Minneapolis im Walker Art Center, im Columbia Museum of Art, in Long Beach im Municipal Art Center organisiert.

    Bedeutende neue Beleuchtungslösungen im Palazzo del Quirinale in Rom, im Palazzo Cartiere Burgo in Turin und im Casino im Lido di Venezia.

    1958

    Es beginnt die Zusammenarbeit mit Tobia Scarpa.

    Paolo Venini und Ignazio Gardella erfinden Polyeder. Es wird als große Leuchteninstallation mit modularen Polyedern in Form eines Wasserfalls für die EXPO in Turin von 1961 dargestellt.

    1959

    Paolo Venini verlässt die Welt des Glases sowie unsere Welt. Bis 1985 ist Ludovico Diaz de Santillana für die zukünftigen Produktionsentscheidungen und die wichtigsten Projekte der Architekturbeleuchtung des Unternehmens verantwortlich.

    1960

    Thomas Stearns (Weber aus Philadelphia) ist von der Magie der Fornace (Glasofen) fasziniert: Er ist der erste mehrerer amerikanischer Mitarbeiter.

    Große Retrospektive von Paolo Veninis Werk auf der 12. Triennale in Mailand.

    Domus veröffentlicht im Dezember einen Artikel zum Gedenken an Paolo Venini. Auf der 30. Biennale in Venedig präsentiert VENINI die Serie des Battuto von Tobia Scarpa und zwei Murrina-Glasfenster mit farbigen Streifen.

    Erstmals werden tropfenförmige Module für die Beleuchtung verwendet, die von Vico Magistretti und Marco Zanuso für das Hotel Excelsior im Lido di Venezia entworfen werden.

    Thomas Stearns (Weber aus Philadelphia) kommt zur Fornace (Glasofen), dem ersten mehrerer amerikanischer Mitarbeiter.

    1961 – 1970

    1961

    Carlo Scarpa realisiert für die Expo von Turin Italia ’61, eine große Lichtinstallation mit modularen Polyedern in Form des freien Falls, die zum Symbol der italienischen Glaskunst wird.

    1963

    Es entsteht die Christofle-Serie von Massimo Vignelli, Venini graviertes Glas und Silber von Christofle. Es wird die Beleuchtung des Intercontinental Hotels in Frankfurt realisiert.

    1964

    Es beginnt die Erstellung des Bestiario von Toni Zuccheri sowie der Gläser Stracciati, Scolpiti, Crepuscoli, Giade und Grovigli mit der Hilfe des Glasmeisters Mario „Grasso“.

    Auf der 32. Biennale d’Arte in Venedig gibt es unter anderem das erste Bestiario, Crepuscoli von Toni Zuccheri und ein Glasfenster von Gio Ponti. Ponti entwirft zusammen mit Toni Zuccheri die Vetrate Grosse, farbige Glasblöcke für Kirchen und Gebäude, die in Eisenrahmen gebunden sind.

    Tapio Wirkkala beginnt die Zusammenarbeit mit VENINI, studiert die Murano-Techniken wie die Incalmo- und Filigrana-Technik und realisiert historische Werke wie Bolle, die sehr bekannten Gondolieri Coreani, Lapponi, Pianissimo, Calici und Colletti.

    1966

    Tronchi, Ninfee, Scolpiti, Bastoni von Toni Zuccheri sowie die ersten Kollektionen von Tapio Wirkkala Gondolieri Coreani, Lapponi, Pianissimo, Bolle, Calici, Colletti werden zu Protagonisten der 33. Biennale d’Arte in Venedig und der 14. Triennale delle Arti Decorative in Mailand.

    Es wird das Projekt Excelsior im Lido di Venezia mit Lucio Fontana und Ignazio Gardella realisiert.

    1967

    Carlo Scarpa und Mario de Luigi entwerfen ein Glasfenster für den italienischen Pavillon auf der Weltausstellung in Montreal.

    Es kommen die ersten jungen amerikanischen Glaskünstler zum Praktizieren zur Fornace (Glasofen), darunter Dale Chihuly, der zwei Jahre lang für ein Praktikum bleiben würde, sowie Dick Marquis.

    1968

    Für die Terme Excelsior in Montecatini und für das New Orleans Hospitality Room in New York entsteht die Deckenbeleuchtung mit mehrfarbigen Glaswürfeln.

    1969

    Richard Marquis kommt zu VENINI, um Glas zu studieren: Er wird einer der führenden Vertreter in der Technik der Herstellung von Murrina-Glas.

    1971 – 1980

    1971

    In der Lobby des Mandarin Hotels in Singapur können Sie den außergewöhnlichen 25 Tonnen schweren Kronleuchter mit transparenten Glasblöcken bewundern, der auf einer Stahlkonstruktion montiert und von Licht und Wasser durchzogen ist. Das Projekt stammt von Don Ashton.

    Es wird die Beleuchtung für die Swiss Credit Bank und die Wall Street Branch in New York erstellt.

     

    1972

    Ein schreckliches Feuer zerstört im Oktober die Büros von VENINI. Die meisten Muster und Prototypen landen in Asche.

    Im selben Jahr entsteht eine neue Zusammenarbeit mit den beiden schwedischen Künstlern Ove Thorssèn und Birgitta Karlsson.

    1973

    Dan Dailey kommt zum Unternehmen, um die Kunst der Glasherstellung zu praktizieren. Das World Trade Centre in New York erstrahlt mit der neuen Beleuchtung von VENINI, entworfen vom Arch. Yamasaki, auch die des Intercontinental Hotels in Riad ist nicht weniger beeindruckend.

     

    1978

    Neue Leuchten für das Schlosstheater in Fulda (Deutschland) mit dem Arch. Weber sowie für das Foyer des Moulin Rouge in Paris und das Al Hada Sheraton Hotel in Taif.

    1979

    Laura de Santillana entwirft flache Teller aus Murrina-Glas für die Ausstellung „New Glass ‘79“ im Corning Museum und erhält den Grand Prix. Toni Zuccheri entwirft neue Anatre (Enten)und Fischioni (Pfeifen) aus Mattglas. Neues Licht für das „Fourrures George V“ in Paris.

    1980

    Es wird die Beleuchtung für den Royal Diwan von Taif und den Royal Palace von Damman in Saudi-Arabien realisiert.

    1981 – 1990

    1981

    Es starten Wanderausstellungen mit der Smithsonian Institution (SITES): Die erste Ausstellung wird im September in der Renwichk Gallery in Washington eröffnet.

    Zur gleichen Zeit nimmt VENINI an der großen Glasausstellung „Murano Vetri Oggi“ im Palazzo Grassi in Venedig teil.

    1982

    Massimo Vignelli entwirft die neue Grafik von Venini. Im Kunstgewerbemuseum in Montreal wird die Ausstellung „Smithsonian“ eröffnet. Laura de Santillana entwirft die Vase Biro. Es wird die Beleuchtung des neuen TV-Büros in Riad und des Hotels Pavillon in Miami realisiert. Auf der Euroluce werden Halogenlampen vorgestellt.

    1983

    Das Casino de la Vallée in Saint Vincent, die Gulf International Bank (Bahrain) und das Al-Jhsaa Hotel (Hofuf Sj) werden von VENINI beleuchtet.

    1985

    Großartige Beleuchtungsarbeiten für den Königspalast von Algar. Präsentation von „Cielo“: Magistretti, Deganello, de Martini, im Rahmen der mit Francesco Binfarè ausgeführten Forschung. Neue Lampen von Cini Boeri.

    1986

    VENINI wird von den Familien Gardini und Ferruzzi gekauft. In diesen Jahren werden neben den neuen Werken auch die Neuauflagen äußerst erfolgreicher, auch nummerierter Werke vorgeschlagen. Das Talent VENINI wird aufgerufen, renommierte Paläste und Büros auf der ganzen Welt zu beleuchten.

    1988

    Es beginnen Projekte mit internationalen Künstlern und Designern, darunter: Alessandro Mendini mit Acco, Simira, Dor, Arado und Berito. Umfassende Renovierungsarbeiten am Hauptsitz des Unternehmens in Murano. Neue Lampen von Maria Cristina Cini Boeri, Bruno Gecchelin und Christian Spaltestein.

    1989

    Timo Sarpaneva entwirft die neuen Aaya, Tuuli und Vire mit der Incalmo-Technik.

    Fulvio Bianconi kehrt zu VENINI zurück und entwirft die Vase Ritagli mit einer innovativen Technik und den Fasce Sommerse. Marco Zanini realisiert Micel, Simeon, Giulian, Milion und Marin. Ettore Sottsass kreiert die Leuchten Giocosa, Formosa und Gloriosa.

    Im Museum für Kunsthandwerk in Frankfurt wird die Ausstellung „Tapio Wirkkala-Venini“ eröffnet.

    Es wird die Beleuchtung des Hotel City Hilton in München realisiert.

    1990

    Das Jahrzehnt sieht Künstler, Architekten und Designer als neue Protagonisten.

    Unter diesen sind Ettore Sottsass, Emanuel Babled, Gae Aulenti, Paolo Deganello, Vico Magistretti, Alessandro Mendini, Ettore Sottsass, Mario Bellini, Paolo Portoghesi, Cini Boeri, Bruno Gecchellin und Marco Zanini unvergesslich. Jeder von ihnen prägt das Unternehmen.

    1991 – 2000

    1992

    VENINI beleuchtet die Büros der Banca d‘Italia in Rom, Mailand und Neapel. Auf der Euroluce wird die Galassia-Kollektion von Alessandro Mendini zusammen mit der Kollektion „I sogni Infranti“ von Mario Bellini präsentiert.

    1993

    Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt VENINI mit einer wichtigen Skulptur aus Glas und Metall von Ben Jakober und Yannick Vu zur Biennale in Venedig zurück: Il Cavallo di Leonardo (Das Pferd von Leonardo). Wie zum Anstoßen werden die Bicchieri (Gläser) von Alessandro Mendini präsentiert.

    1995

    Es beginnt die Zusammenarbeit mit Gae Aulenti mit der Gestaltung von Torto und Ritorto und Geacolor. Zudem realisiert Rodolfo Dordoni die Magi-Vasen.

    1996

    Anlässlich des 75-jährigen Bestehens von VENINI veranstaltet die Giorgio-Cini-Stiftung in Venedig eine Ausstellung, die die Geschichte des Unternehmens nachzeichnet.

    1997

    Auch Mode kommt mit ins Spiel: Der Designer Gianni Versace entwirft persönlich für Venini die Kollektion V.V.V. (Vetri Versace Venini).

    1998

    Es ist Januar und das Unternehmen Venini S.p.A. wird von der Gruppe Royal Scandinavia übernommen, Inhaber von renommierten Marken wie: Royal Copenhagen, Georg Jensen Orrefors – Kosta Boda und Boda Nova.

    2001 – 2010

    2001

    Das Unternehmen wird von Italian Luxury Industries, einer italienischen Unternehmensgruppe der Unternehmer Giancarlo und Gabriella Chimento sowie Giuliano und Guglielmo Tabacchi übernommen.

    Das neue Eigentum beinhaltet das ideale Zeugnis der Corporate Identity, bestehend aus Planung, Innovation, Experimentieren und Forschung.

    2002

    Die „Fondation Cartier pour l’Art Contemporain“ präsentiert die Ausstellung „Fragilisme di Alessandro Mendini“. Symbol der Veranstaltung ist die Skulptur Guerrier de Verre, die Alessandro Mendini für VENINI entwirft und in einer limitierten Auflage von 36 Stück herstellt. Das Werk wird auch in einer Version mit Gold und Diamanten angefertigt.

    Im selben Jahr setzt Giorgio Vigna, ein auch im Schmuckdesign tätiger Mailänder Architekt, eine Sammlung von Skulpturen in Einzelstücken für das Correr-Museum in Venedig in einer interessanten Kombination aus geblasenem Glas und Edelmetallen um: Fuochi d’Acqua.

    Im Buchhandel erscheint das Buch „Fuoco Sabbia Mani“ über die Fornace di VENINI (Glasofen), fotografiert von Gabriele Basilico mit Texten von Alda Merini.

    2003

    Das Unternehmen präsentiert neue Kollektionen und Werke in limitierter Edition von Giorgio Vigna, Alessandro Mendini, Sandro Chia und Mimmo Rotella.

    2005

    In den folgenden Jahren vervielfältigen sich die Kreationen, an denen neue Designer wie die Brüder Fernando und Humberto Campana beteiligt sind, die eine große Installation von Glasglocken entwerfen, die in der Moss Gallery in New York ausgestellt wird.

    2006

    Das 85-jährige Jubiläum von VENINI jährt sich zum 100. Geburtstag von Carlo Scarpa und zur Zelebrierung werden einige limitierte Editionen der Vergangenheit neu aufgelegt. Zu diesem Anlass schreibt Alessandro Mendini seine eigene Reflexion über den Wert und die Bedeutung von VENINI in der Welt der Kunst: das Manifest des Unternehmens.

    2009

    Das Museum Bagatti Valsecchi präsentiert den Rivivo-Brunnen und die Fragments-Stehlampen der Brüder Campana. VENINI nimmt an der 53. Internationalen Kunstausstellung „Fare Mondi“ der Biennale in Venedig im Pavillon von Venedig teil. Anschließend wird eine wichtige Auktion mit Phillips de Pury organisiert.

    2011 – 2020

    2010

    Die Innovation des Unternehmens geht über neue Grenzen hinaus und arbeitet mit bedeutenden Namen des internationalen Designs wie Fabio Novembre, Luca Nichetto, Gaetano Pesce, Matteo Thun, Atelier Oï, Studio Job, Emmanuel Babled, Harri Koskinen, Diego Chilò, Ronan und Erwan Bourroulec sowie Leonardo Ranucci zusammen.

    Unter ihnen sticht Tadao Ando mit der berühmten Ando-Kollektion hervor.

    2011

    Venini feiert sein 90-jähriges Jubiläum mit einem Wanderausstellungsprojekt, das verschiedene Städte auf der ganzen Welt berührt: Venedig, Mailand, Shanghai und New York. Im Glasmuseum wird eine Ausstellung zu diesem Thema organisiert.

    Im selben Jahr wird VENINI zur Einweihung des SHOMG (Shangai Museum of Glass) als erstes Unternehmen eingeladen, seine Werke auszustellen. Mit einem großen Event werden die Werke von Tadao Ando in der Punta della Dogana in Venedig präsentiert.

    Das Unternehmen stellt sein historisches Archiv für ein Projekt an Jahresausstellungen zur Verfügung, das von der Giorgio-Cini-Stiftung und der Pentagram-Stiftung in Le stanze del Vetro organisiert wird. Im September eröffnet die erste Ausstellung mit dem Titel „Carlo Scarpa. Venini 1932-1947“.

    2012

    Christie’s versteigert 241.000 Euro für Carlo Scarpa’s schwarz-rote Laccati-Vase aus dem Jahr 1940.

    Es beginnt das zehnjährige Projekt der VENINI-Ausstellungen in Le Stanze Del Vetro auf der Insel San Giorgio Maggiore.

    2013

    Das Metropolitan Museum in New York zeigt „Carlo Scarpa. Venini 1932-1947“. Im Palazzo Franchetti in Venedig präsentiert Emanuel Babled seine Osmosi-Kollektion.

    2014

    Bulgari präsentiert in Abu Dhabi die „Opera Unica“: Die Flasche wird von Glasmachermeistern der VENINI-Glasofen angefertigt.

    2015

    VENINI trägt zur Realisierung des Ravenna Festivals bei. Im Rahmen des letzten Konzertes unter der Leitung von Riccardo Muti wird das von Alessandro Mendini entworfene Werk realisiert und dem Meister übergeben: Falstaff.

    Das neue Hotel La Gare in Mailand erstrahlt mit neuen Lichtern.

    Im selben Jahr wird eine große Polyeder-Installation für eine Privatvilla in Polen realisiert.

    2016

    Die Familie Damiani gibt den Erwerb der Mehrheit der Anteile an der VENINI S.p.A. bekannt.

    Die neue Beleuchtung des berühmten Hotels Adlon Kepinski in Berlin ist mit VENINI signiert.

    2017

    Peter Marino, ein international bekannter Rebellendesigner, besucht VENINI und signiert eines seiner Stücke aus der neuen Black Belt-Kollektion.

    2018

    Auf dem Salone del Mobile präsentiert VENINI die innovative Kollektion von Ron Arad Where are my glasses? und die Werke von Peter Marino. Es erscheint die Torcia-Kollektion.

    Im Mai öffnen sich die Türen der Fornace (Glasofen) für die 47. Weltveranstaltung der GAS-Conference (Glass Art Society), die auf der Insel Murano stattfindet.

    Das MAD in Paris eröffnet die Retrospektive zu Gio Ponti: „Tutto Ponti, Gio Ponti archi-designer“.

     

    Am 23. Mai erreicht das Auktionshaus Wright Action in Chicago mit der La sentinella di Venezia von Thomas Stearns aus dem Jahr 1962 den Auktionsrekord für Murano-Glas, der für 737.000 US-Dollar.

    Im Murano-Glasmuseum wird zusammen mit der Präsentation der neuen Kollektion Torcia die gesamte Zusammenarbeit mit Mario Bellini inszeniert.

    Im September eröffnen Le Stanze del Vetro die Ausstellung „La vetreria M.V.M. Cappellin e il giovane Carlo Scarpa 1925-31“.

    2019

    Es beginnt die Zusammenarbeit mit Marc Thorpe, der die Kollektion „Unity“ entwirft, die in der Galerie „Les Ateliers Courbert“ in New York präsentiert wird.

    Ein großer Abschied von Alessandro Mendini, seit 1988 die Seele von VENINI.

    Um ihn zu rühmen, bittet Mailand, das Bild von Angelo Guerriero als Aushang des Salone del Mobile zu verwenden. Während der Messe wird die neue Kollektion an Tischleuchten von Hani Rashid und Paladini von Emmanuel Babled vorgestellt.

    Im Mai präsentiert Michela Cattai im Showroom Tokio Acqua und Contrasto. Neben der Ausstellung für Tapio Wirkkala im Glasmuseum sind Bellinis Werke in Moskau zu sehen.

    Carlo Cracco wählt VENINI für sein neues Bistro in Mailand. Es werden weitere bedeutende Sonderanfertigungen realisiert.

    Im September wird auf The Venice Glass Week eine Ausstellung zur „Collettiva Venini“ mit Werken der Autoren Emmanuel Babled, Giorgio Vigna, Michela Cattai, Dan Dailey und Benjamin Moore gezeigt.

    Die Ausstellung Alle Stanze del Vetro auf der Insel San Giorgio in der Lagune von Venedig ist hingegen dem amerikanischen Künstler Thomas Stearns gewidmet, der Anfang der sechziger Jahre die Glaserei Venini frequentierte. Sie zeigt das berühmte Werk „La Sentinella di Venezia“.